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3.000 Euro: Mit NABU-Spende "Raus in die Natur"!
| Die Kinder der Bochumer AWO-KiTa Am Neggenborn eröffneten zusammen mit Umweltpädagogin Birgit Ehses nun am Ümminger See die „Raus in die Natur-Saison 2013“. Zu danken ist das der Biologischen Station als Veranstalterin wie auch dem NABU Stadtverband Bochum, der in den kommenden Monaten die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stellt. Grundschulen und Kindertagesstätten können ab sofort die spannenden wie auch lehrreichen Expeditionen in die Natur vor ihrer „Haustür“ anfragen.
Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung die Begegnung mit der Natur. Und das nicht nur am Wochenende oder im Urlaub. Das ist nicht nur die Überzeugung von Jürgen Heuser, Leiter der Biologischen Station. Seine Beobachtung: Familien, Schulen und Kindergärten legen mehr und mehr Wert darauf, dass junge Menschen in Kontakt mit Tieren, Pflanzen und Lebensräumen kommen. Und brauchen dazu Angebote und Unterstützung. „Raus in die Natur!“ bietet eben solche Naturbegegnungen für KiTas und Grundschulen möglichst in der Nähe der Einrichtungen an.
Die Kosten übernimmt zu einem Teil der NABU Bochum: Durch seine Spende können die 1,5-stündigen Angebote nun in einem moderaten Kostenrahmen angeboten werden: Die Einrichtungen selbst zahlen lediglich eine Schutzgebühr von 30 Euro
Unsere Bilder zeigen die Kinder am Ümminger See sowie die Scheckübergabe durch Claus Sandke und Mathias Krisch vom Vorstand des NABU, Stadtverband Bochum an Jürgen Heuser.
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Programm Saison 2013
| Das neue Veranstaltungs- und Exkursions-Programm zur Saison 2013 liegt in einer Vielzahl von öffentlichen Gebäuden Bochums und Hernes aus. Sie können es sich bei uns unter "Download" gern auch herunterladen.
Sie sind uns herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich zu den Aktions-, Vortrags- und Exkursions-Terminen vorab an: 0 23 23/ 5 55 41.
Vielen Dank den Stadtwerken Herne für die Unterstützung der Druckkosten!
http://www.stadtwerke-herne.de
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Herner Spatz 2013 an
Wilhelm Kempka
| Der neue Ehrenpreis "Herner Spatz" der Biologischen Station ging in diesem Jahr 2013 an Willi Kempka! Die Urkunde und Skulptur dazu wurden ihm am 12. April in einer Feierstunde durch Schirmherrn Christian Stratmann im Beisein von Oberbürgermeister Horst Schiereck verliehen.
Herr Kempka ist den Hernerinnen und Hernern als großartiger Mensch, Sportler und berittener Landschaftswächter bekannt.
Der Herner Spatz ist ein Umweltpreis, der seit 2005 von der BIOLOGISCHEN STATION ÖSTLICHES RUHRGEBIET verliehen wird. Lautstark macht er auf jene aufmerksam, die sich für den Umwelt- und Naturschutz in Herne engagieren. Gleichzeitig ruft er alle Mitbürger auf, es den Preisträgern nachzutun.
Der Schirmherr der Aktion, Mondpalast-Prinzipal Christian Stratmann, freut sich über die Idee des Spatzen als Namensgeber: "Der von vielen Hernern auch liebevoll Ötsch genannte Haussperling ist gesellig, voller Ideen, ohne Scheu, ein bisschen frech und durchaus hartnäckig. Eigenschaften, die engagierte Menschen brauchen, um Visionen Realität werden zu lassen."
Die Skulptur "Herner Spatz" entstammt den Werkstätten der Jugendkunstschule Wanne-Eickel: Ein kleiner Spatz aus COR-TEN-Stahl auf historischem Wanner Pflasterstein. Die neue Serie 2013 ff wurde von Herrn Stratmann gestiftet und unter der Anleitung von Norbert Szamida erstellt.
http://www.mondpalast.com (zu unserem Schirmherrn)
http://www.jks-wanne-eickel.de (zur Jugendkunstschule)
Bisher wurden durch den "Herner Spatzen" geehrt:
2005: Dr. Roland KIRCHHOF
2007: Hiltrud BUDDEMEIER-ENNENBACH und Karl-Heinz MONNO.
2009: Benno NOLTE (verstorben)
2011: Annemarie KRONE und Joachim LILEI
Eine ausführliche Pressemitteilung mit Laudatio finden Sie auf dieser Webseite unter "Download".
Das Foto unten zeigt die bisherigen Preisträger (v.l.n.r.): Dr. Roland Kirchhof, Hiltrud Buddemeier-Ennenbach, Spatzen-Schirmherr Christian Stratmann, Karl-Heinz Monno, Wilhelm Kempka mit Ehefrau Elisabeth, Joachim Lilei und Annemarie Krone. |
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Alte Handys richtig entsorgt: Ein Plus für Umwelt und Kinder
| Umweltschutz trifft Umweltbildung: Die ersten 300 alten Handys wurden nun in den Herner Sammelstellen abgegeben. Sie werden über die Deutsche Umwelthilfe einer Wiederverwertung zugeführt. Zugleich wird damit ein Erlös erzielt, mit dem die Umwelthilfe eigene Projekte und zugleich die lokale Aktion „Raus in die Natur!“ der Biologischen Station fördert: Jungen und Mädchen von Kindergärten und Kindertagesstätten erleben zusammen mit der Biologischen Station die Natur vor ihrer Haustür.
Vielen Dank, liebe Hernerinnen und Herner!
Die Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Herne, und die Biologische Station nehmen hier Ihr altes Handy an:
Verbraucherzentrale: Freiligrathstr. 12, 44623 Herne-Mitte
Biologische Station: Vinckestr. 91, 44623 Herne-Mitte
Über 70 Millionen alte Handys schlummern nach Schätzung der Deutschen Umwelthilfe unbrauchbar in den Schubladen der Deutschen. Früher oder später landen viele davon im Hausmüll und damit in der Müllverbrennung oder auf der Deponie. Das muss und soll sich ändern: Silke Gerstler von der Verbraucherzentrale rät, Handys über viele Jahre zu nutzen und Verträge zu meiden, die in kurzen Abständen automatisch neue Handys beinhalten. Wirklich ausgediente Handys jedoch sollten wiederverwertet werden. So können die seltenen und wertvollen Materialien nutzbar gemacht werden, und der Raubbau bei der Rohstoffgewinnung im Förderland wird eingeschränkt.
Eine Liste möglicher Themen zu „Raus in die Natur“ finden Sie in unserm Download-Bereich.
Foto: Umweltberaterin Silke Gerstler von der Verbraucherzentrale Herne und Stefan Welzel von der Biologischen Station hoffen auf viele weitere alte Handys.
Deutsche Umwelthilfe: http://www.duh.de
Verbraucherzentrale: www.vz-nrw.de/Herne |
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Naturschutzgebiete in Bochum und Herne
| Einen Überblick über die "Naturschutzgebiete in Herne und Bochum" gibt eine neue Broschüre, die der Regionalverband Ruhr (RVR) zusammen mit der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet erstellt hat. Anlass ist das 20-jährige Bestehen der Station.
Herne kann vier NSG ausweisen, in Bochum gibt es derzeit sechs Naturschutzgebiete, weitere fünf sind in Planung. Alle Bereiche und ihre Besonderheiten werden ausführlich vorgestellt. Zahlreiche Farbfotos illustrieren die Schönheit der dieser "Perlen" der Natur.
Die Broschüre ist kostenlos in der Biologischen Station sowie in vielen Einrichtungen der Stadt Herne erhältlich. Sie kann auch per Mail beim RVR (bibliothek@rvr-online.de) angefordert werden.
Foto: Praktikantin Lilly Eickenbusch von der Biologischen Station mit den neuen Broschüren. |
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Füchse erobern die Stadt
| Füchse gelten als schlau und scheu. Das hat auch heute noch seine Berechtigung. Der große Bogen, den dieses Raubtier jedoch bislang um menschliche Siedungen machte, ist längst nicht mehr so groß: Füchse werden in Städten und Metropolen seit vielen Jahren zunehmend beobachtet. London gilt als "Hauptstadt" der Füchse: Man schätzt die Zahl der dort freilebenden Tiere auf über 10.000.
Auch die Biologische Station erhält immer wieder Meldungen über Fuchssichtungen im östlichen Ruhrgebiet, sogar Fuchsbauten unter dem Balkon inmitten der Stadt hat es hier bereits geben. Die Tiere finden Mäuse eben nicht nur in Wald und Wiese. In der Nähe des Menschen stöbern sie außerdem im Kompost nach Lebensmittelresten oder suchen den Hunde- und Katzenfutternapf vor der Haustür. So dankbar manche wildlebenden Tierarten für derartige "Gaben" auch sein mögen: Dieses Zubrot sollten wir ihnen aus hygienischen Gründen keinesfalls bieten.
Foto: Bernd Gusowski aus Hohenlimburg lichtete uns diesen schönen Rotfuchs ab, der regelmäßig neugierig durch die Terrassentür in das Wohnzimmer der Familie schaut. Das Haus befindet sich allerdings in Waldnähe. |
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Stadtbiotoptypen-Kartierung
|   Seit Mitte der neunziger Jahre betreut die Biologische Station in Bochum und Herne die heute flächendeckend vorliegende Stadtbiotoptypen-Kartierung. Auf der Grundlage von Freilanduntersuchungen, unterstützt durch Luftbildauswertungen können Flächen, die gleichartig genutzt oder strukturiert sind, identifiziert und einem Biotoptyp zugeordnet werden. Sie besitzen eine vergleichbare und damit typische Ausstattung an Pflanzen und Tieren. Innerhalb eines Biotoptyps lassen sich weitere Untergliederungen vornehmen. Ein einfaches Beispiel dafür ist der Biotoptyp "Grünland", bei dem eine Weide leicht von einer Wiese unterschieden werden kann. Kartographische Basis für die Erhebung ist die Deutsche Grundkarte (1:5000; DGK 5).
Die Ergebnisse sind in einem EDV-gestützten Geographischen Informationssystem (GIS) aufgearbeitet. Dies bietet mehrere Vorteile: GIS verknüpft kartographische Informationen mit individuellen Daten einzelner Flächen und ermöglicht dadurch unterschiedlichste Abfragen, z. B. zur Häufigkeit oder zur Flächengröße einzelner Biotoptypen. Dies erlaubt eine schnelle erste Abschätzung der Lebensraumbedeutung bei planungsrelevanten Fragen und ist eine hervorragende Grundlage für die Biotopverbundplanung in den Städten. Weitere thematische Karten wurden in das System integriert, u.a. das Obstwiesen-, Kopfbaum-, Kompensationsflächen- und Fließgewässer-Kataster.
Es liegt eine Informationsschrift zur Stadtbiotoptypen-Kartierung vor, die gegen Einsendung von 2,50 Euro in Briefmarken bei der Biologische Station angefordert werden kann.
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Eigeninitiative: Spatzenkästen für Kindergärten und Grundschulen
| Herner Bürger - Harald Lindner und Jörg Volmer - bauen Spatzen-Nistkästen und verschenken sie an Kindergärten und Grundschulen. Die Anregung für die löbliche Eigeninitiative fanden die beiden in Zeitungsberichten über die Aktivitäten der Biologischen Staiton um wildlebende Tiere, vor allem Spatzen, im Ballungsraum.
Die ersten beiden Vogelheime gingen kürzlich an die Integrative Kindertagesstätte Phantasia in Herne Mitte. „Kinder lassen sich von der Natur faszinieren. Ein Vogelnest beobachten zu können, gehört zu den schönsten und wichtigsten Erlebnissen der Kleinen“, weiß die Leiterin der Einrichtung Heike Müller. "Baumeister" Harald Lindner will daher noch weitere Nistkästen für Kinder-Einrichtungen anfertigen.
Ebenso Jörg Volmer, der jetzt drei Kästen an die Wanne-Eickeler Lebenshilfe-KiTas Däumling, Regenbogenland und Löwenzahn überbrachte. Weitere Kästen sind auch bei ihm im Bau.
Schulen und Kindergärten, die Interesse an einem solchen Spatzenkasten haben, melden sich bitte in der Biologischen Station (s. Kontakt).
Unser Foto oben zeigt Kinder der Lebenshilfe-KiTa Däumling in Eickel mit Leiterin Angelika Steiner (rechts), Erzieherin Silke Brüx und Hobbywerker Jörg Volmer.
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Arbeiten im Grünen
|   Lebendiges Grün ist eine attraktive Visitenkarte, zunehmend aber auch ein wichtiges Element im Marketing moderner Unternehmen. Gleichzeitig ist der Anspruch an die städtebauliche Qualität von Gewerbegebieten in den vergangenen Jahren gestiegen. Immer mehr Firmen erkennen die langfristigen Vorteile, die sich aus der konkreten Umsetzung ökologischer Maßnahmen ergeben.
Zur Verbreitung dieser Idee und zur Initiierung von ökologischen Maßnahmen in Gewerbegebieten entwickelte die Biologische Station das Projekt Arbeiten im Grünen (die gleichnamige Informationsschrift kann bei uns bezogen werden). Nach Bestandsaufnahmen Ende der 90er Jahre und Informationsgesprächen mit Unternehmen vor Ort liegt der Fokus seit 2000 auf der Veranstaltung von Fachtagungen, die speziell für Unternehmensvertreter konzipiert sind.
Wir sind stolz darauf, dass der mittlerweile verstorbene Prof. Dr. h.c. Klaus Steilmann (Wattenscheid) uns jahrelang als Schirmherr zu Arbeiten im Grünen begleitete. Er brachte sich dabei auch auf unseren Tagungen "Große Dächer - Grüne Dächer" und "Regenwassermanagement im Gewerbegebiet" ein: Durch sein Engagement im Bereich des Umweltschutzes warb er glaubwürdig wie kein Zweiter in der Region für die Synergie von Ökonomie und Ökologie.
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Der Erlebnispfad "Glückauf Natur!" |   Glückauf Natur! verläuft über das Gelände der ehemaligen Zechen "Hannover" und "Königsgrube". An sieben verschiedenen Stationen des 3,5 km langen Pfades kann die Entwicklung der Region von einer bäuerlichen Kulturlandschaft über die Industrielandschaft des Steinkohlenbergbaus bis hin zur Bergbaufolgelandschaft nachvollzogen werden. Jede Station bietet dabei unterschiedliche Informationen zur Industriegeschichte und zu ökologischen Aspekten. Ausgangspunkt des Rundwegs ist das Westfälischen Industriemuseum "Zeche Hannover", wo auch eine Begleitbroschüre zu "Glückauf natur!" erhältlich ist. Damit ausgerüstet kann der mit Wegweisern bestückte Erlebnispfad auf eigene Faust erschlossen werden.
Die Wahrnehmung der Natur mit allen Sinnen steht dabei im Vordergrund. So sind z. B. an der Station "Stein ist nicht gleich Stein" kleine Haufen aus Materialien aufgeschüttet, wie man sie auf Halden regelmäßig findet. Auf zwei in das Gelände eingepasste Aktionsflächen können Kinder mit den Materialien malen und ritzen.
Nicht alltäglich ist die ökologische Kleingartenanlage "Kraut und Rüben", die erste und bislang einzige ihrer Art in NRW. Die BIOLOGISCHE STATION betreibt dort eine Schauparzelle, in der es nur so brummt und duftet.
"Glückauf Natur!" soll dazu beitragen, die Menschen wieder in die Natur vor der Haustür zu locken, diese wertzuschätzen und nicht als "Müllhalde" zu missbrauchen. Um dieses Bewusstsein zu fördern, bietet die Biologische Station ein breites Veranstaltungsprogramm mit Exkursionen, Ausflügen, Spaziergängen, Wandertagen, Erlebnistouren, Freiland- und Projektunterricht, Ferienaktionen, Kindergeburtstagen, Schulungen, Fortbildungen, Workshops und Vorträgen. Lehrerinnen und Lehrer können Unterrichtsmaterialien zu den Themen des Erlebnispfades anfordern.
http://www.lwl.org (zur Zeche Hannover: dort anklicke "Kultur" "Landesmuseen")
http://www.koenigsgruber-park.de (Info zur Zeche Königsgrube)
http://www.oekokleingarten.de (Ökol. Kleingartenanlage Kraut und Rüben, Bochum)
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"Raus in die Natur!"
- Ein Angbot für Kindergärten und Grundschulen -
| Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung Naturerfahrung. Familien, Schulen und Kindergärten achten mehr und mehr darauf, dass unsere Heranwachsenden in Kontakt zu Tieren, Pflanzen und Lebensräumen kommen.
Raus in die Natur! So heißt das Programm der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet. Dabei besuchen die Mitarbeiter Schulen, Kindergärten und Tageseinrichtungen und erkunden mit den kleinen Forschern die Natur vor der Haustür: Wer als Kind Wald, Wiese und Bach mit allen Sinnen erfahren hat, wird sich auch später für deren Erhalt einsetzen.
Durch eine private Spende für das Projekt können die Angebote nun wieder in einem moderaten Kostenrahmen angeboten werden: Der Eigenbeitrag je Veranstaltung liegt bei 40 bis 50 Euro je Einrichtung.
Um das Projekt zu sichern, sind wir hier auch künftig auf Zuwendungen angewiesen. Spenden sind daher sehr willkommen. Bitte informieren Sie sich dazu unten auf dieser Seite - oder rufen Sie uns einfach an.
Das ist Raus in die Natur!
- Unsere Angebote draußen und drinnen -
Assel-Quassel
Der Marienkäfer und seine Freunde
Hurra, der Frühling ist da!
Nüsse für das Eichhörnchen
Teich, Bach u. Tümpel - Tiere im und am Wasser
Vogelkonzert
Waldgeheimnisse
Waldrallye
Warum werden Blätter gelb?
Was fliegt u. kriecht auf der Wiese?
Was lebt im Boden?
Was macht der Fosch im Winter?
Wintergeheimnisse
Zaubern mit Kräutern
Wo wohnen die Tiere?
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Biodiversität und »Fremde« Arten / Nutzpflanzen (u.-tiere)
| Bildungskampagne »Wert der Vielfalt« der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) NRW
Artenvielfalt, Biodiversität - Darüber lernt man im Biologiestudium eins: Wollte man allein an der Zahl der vorkommenden Arten in einem Biotop den Wert des Lebensraums festmachen, wären wohl Müllkippen im Ruhrgebiet bevorzugte Naturschutzgebiete. Es gälte, eingewanderte Arten wie das südafrikanische Schmalblättrige Greiskraut und das Heimchen, das z.B. auf der Zentraldeponie Emscherbruch seit Jahren sein Lied zum Besten gibt, unter strengsten Schutz zu stellen.
Die Wirklichkeit sieht "zum Glück" anders aus. Wenn auch der Wert städtischer Biotope nicht unterschätzt werden darf, jagt über der Deponie Emscherbruch doch auch der Bussard und steht daneben im betonierten Emscherzufluß der Graureiher-, ist nach aktuellen Biodiversitätskonzepten auch der artenarme Buchenwald als Naturlandschaft, die Heide mit relativ geringer Artenzahl als Kulturlandschaft schützenswert. Artenvielfalt ist mehr als Arten zählen, mehr als die Summe an Arten. Und trotz aller wissenschaftlicher Untermauerung und statistischer Berechnungen wird man nicht umhin kommen, Wertmaßstäbe aufzustellen und sich zu entscheiden, z.B. welche Kulturlandschaft schützenswert ist.
Allein die allgemein anerkannte Tatsache, dass auch und nach allgemeinen »Natur«bild sogar besonders Kulturlandschaften wie z.B. die Lüneburger Heide erhalten werden sollen, weist auf den heute allgegenwärtigen Einfluss des Menschen hin. Menschen schleppten schon bei ihren steinzeitlichen Wanderungen Samen an den Fußsohlen oder in der Kleidung mit sich, verschiedenste Kulturen verbreiteten zum Erhalt ihrer eigenen Ess- und Jagdkultur verschiedenste Nutzpflanzen und -tiere weltweit ins jeweilige Einwanderungs- bzw. Eroberungsgebiet. Spätestens seit der Ent-deckung Amerikas ist die Welt auf diesen Austausch an Pflanzen und Tieren bezogen ein globales Dorf. Ausbreitungsgeschwindigkeiten erhöhten sich mit der heute herrschenden Globalisierung.
Pflanzen und Tiere, die sich nach der Entdeckung Amerikas mit freiwilliger oder unfreiwilliger Hilfe des Menschen in fremden Lebensräumen etablierten, nennt man Neophyten bzw. Neozoen, zusammengefasst Neobiota. Dies ist volkstümlich gemeint, wenn heute von den Medien in reißerischer Manier von gefährlichen fremden Pflanzen und Tiere im Naherholungsgebiet berichtet wird. Aber der Einfluss des Menschen, die Neueinwanderung von Arten begann schon viel früher, insbesondere, wenn die Fülle der Nutzpflanzen und -tiere mitbetrachtet wird. Gleichzeitig wird der Begriff »fremd« oft emotional verwandt. Auch und besonders in der heutigen Welt macht »Fremdes« Angst. Der Graf aber, der damals sein Jagdwild in Kolonien aussetzte, sah das sicher nicht so. Und auch unsere heutige Nahrung, die zum Großteil aus »fremden« Arten besteht, macht weniger Angst, als dass es selbstverständlich ist, z.B. exotisches Obst oder auch nur Tomaten zu kaufen.
Betrachtet man allein die Nutzpflanzen, wird deutlich, dass sich Biodiversität durchaus auch auf der Ebene unterhalb der Arten, sprich: an Sorten festmachen lässt. Es gibt (noch) eine Vielzahl an regionalen und lokalen Sorten, genauso wie weltweit Einheitssorten angebaut werden. Hier greifen wirtschaftliche Interessen v.a. der Saatgutkonzerne: Einheitssorten wollen verkauft werden, deshalb ist eine lokale Sorte, die jeder selbst vermehrt, für die Wirtschaft wenig lohnend. Gleichzeitig haben lokal angepasste Sorten oft Vorteile z.B. in der Krankheitsresistenz, deren Einzüchtung in Einheitssorten wirtschaftliche Vorteile verspricht. Wer aber bezahlt die Entwicklungsarbeit von Bäuerinnen und Bauern, Gärtnerinnen und Gärtnern weltweit, die in lokalen und regionalen Sorten steckt? Besonders deutlich wird diese Problematik auf dem Heilpflanzenmarkt: Nicht nur, dass Pflanzen aus sog. Entwicklungsländern und das Wissen um deren Anwendung in die Industrieländer transportiert, dort angebaut und vermarktet werden, heute werden Pflanzen und einzelne Inhaltsstoffe von der Industrie patentiert, so dass selbst die »Erfinder« des Wissens über die Heilwir-kung dieser Pflanze Lizenzgebühren zu zahlen haben, wollen sie sie im Ursprungsland anbauen und nutzen.
Möglich wurde dies erst mit der Nutzung der Gentechnik, womit sich noch eine Ebene der Biodi-versitätsdefinition ergibt: Auch genetische Vielfalt gilt es zu schützen. Aber wer soll hier was schützen und wer bezahlt was??
Allein diese kleine Einführung verdeutlicht die Fülle der Themen, die sich im Teilbereich »Biodiversität und »Fremde« Arten / Nutzpflanzen (u.-tiere)« bearbeiten lassen, hier aufgelistet beispielhaft noch einmal mögliche Zugänge:
* »Natürliche« Lebensräume - Gibt es sie noch? Welche Natur-, welche Kulturlandschaft ist schützenswert?
* Eingewanderte Arten wie kam es dazu und wie will man damit umgehen? Welchen Ein-fluss hat der einzelne?
* Was essen wir? Und was werden wir in Zukunft noch essen können?
* Wie gerecht und nachhaltig ökonomisch ist unsere Nahrungs- und Heilmittelnutzung?
* ...
Im Rahmen der Bildungskampagne »Wert der Vielfalt« der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung NRW arbeitet die Biologische Station östliches Ruhrgebiet mit zahlreichen Kooperationspartnern zusammen, um Veranstaltungen zur Artenvielfalt anzubieten. Schulklassenführungen zum Thema Industrienatur und ein Jugendworkcamp zum Thema Gärten im Ruhrgebiet sind bereits fest eingeplant.
Weitere Information auch bei: http://www.anu.de
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Naturschutz unterstützen hier im Ruhrgebiet:
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Biologische Station östliches Ruhrgebiet e.V.
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