Förderprogramm: Grüne Dächer

Begrünte Dächer: Sie sind einfach schöner aus als der Blick auf eine Dachpappe oder Kiesschüttung.

 

Weitere Vorteile:

 

* Lebensraum: hier gedeihen Pflanzen und Tiere

* Hochwasserschutz: Regenwasser fließt nur langsam ab

* Stadtklima: Kühlung im Hochsommer

* Dämmung: der Raum unter dem Dach profitiert

* Kostenersparnis: Verzicht auf Klimaanalge, weniger Heizkosten

 

Zusätzlich zum Förderprogramm des Landes NRW unterstützt die Stadt Herne die Begrünung auch kleiner Dachflächen (z.B. Garagen) finanziell.

 

Wir wünschen diesem sinnvollen Impuls den besten Erfolg!

 

Informationen und Föderprogramm der Stadt Herne mit vielen Details zum Gründach.

 

Foto begrüntes Garagendach: leclaire59

Kormorane: exzellente Fischer

Kormoran
Kormoran trocknet das Gefieder. Foto: Oliver SCHMIDT, Bochum

Kormorane sind exzellente Fischjäger. Oder, wie es der Bochumer Naturfotograf Oliver Schmidt treffend bezeichnet, "Meister ihres Fachs". Allerdings, so Schmidt weiter, "kann man es auch einmal übertreiben". Er bezieht sich dabei auf einen Kormoran am Ümminger See, der einen zu großen Karpfen ergriff und ihn zu schlucken versuchte. Das Vorhaben misslang verständlicherweise, der Fisch entkam schließlich. Eine interessante Fotostudie dazu gelang Schmidt dabei aber allemal.

 

Dass Kormorane eine Konkurrenz für Angler sind, ist immer wieder ein Gesprächsthema. In der Forellen- oder Karpfenzucht kann die Art tatsächlich wirtschaftlichen Schaden anrichten. Im natürlichen Gefüge eines gesunden Ökosystems hingegen bleibt die Kormoran-Population so groß bzw. klein, wie es die Fischpopulation selbst hergibt. In beengten, verbauten Flüssen und Seen hingegen können Kormorane ihre Beute oft leichter ergreifen.

 

Naturnahe Still- und Fließgewässer mit umfangreichen Laich- und Rückzugsräumen für Fische dienen also den Fischen selbst wie auch allen Tieren, die von ihnen leben. Und uns Menschen ...

 

Artportrait des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV)

Artportrait des Umwelt- und Grünflächenamtes und der Biologischen Station auf der QR-gestützten Exkursion um den Ümminger See.

 

Die folgende Sequenz wurde im September 2021 von Oliver Schmidt am Ümminger See (Bochum) beobachtet und fotografiert:

 


Wildnis eröffnet

 

Die Wildnis für Kinder Bochum-Langendreer ist nun eröffnet. Das heißt: Sie "gehört" nun den Kindern des Wohnquartiers, umliegender Schulen und Kindergärten.

 

In einem kleinen Festakt am 06.09.2021 gaben Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und NRW-Stiftungs-Präsident Eckhard Uhlenberg den Startschuss. Währenddessen erkundete die erste Kindergruppe, eine Klasse 1 der OGS-Grundschule Am Volkspark, das wunderbare Gelände. Die Ehrengäste waren ebenfalls neugierig und durften mitmachen. Eine wirkliche Freude!

 

Unser Foto oben: Kinder der OGS mit Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, Professor Karl-Heinz Erdmann (Bundesamt für Naturschutz) und der Präsident der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege Eckhard Uhlenberg (rechts).

 

Download Presse-Info

 

Eckhard Uhlenberg spricht
NRW-Präsident Eckhard Uhlenberg (Foto) und OB Thomas Eiskirch sprachen zur Eröffnung

gerettet: kleine Turmfalken

junger Turmfalke
junger Turmfalke auf der Königsallee

im Sommer 2021 gab es wieder kleine Turmfalken im Turm von Melanchthon Bochum-Wiemelhausen. In einer Lücke des Mauerwerkes nisteten die Altvögel - wie in jedem Jahr. Diesmal aber purzelten zwei besonders mutige der vier Jungen bei der Erprobung ihrer Schwingen aus dem Horst und landeten tief unten im "Parterre" auf der Königsallee.

 

Ein Nachbar brachte die Jungen zur Bergischen Greifvogelhilfe Rösrath.

Vielen Dank!

 

Nun plant die Ev. Kirchengemeinde Wiemelhausen, eine spezielle Nisthilfe für Turmfalken anzubringen. Gleiches gilt für den Turm der benachbarten Petri-Kirche derselben Gemeinde. Auch hierfür: Vielen Dank!

 

Wildvogel-Auffangstationen gibt es hier und hier

 

Fotos: Vlatka Baumhauer


Exkursionsbericht "Familien-Rallye Tippelsberg"

Hier ein wirklich schöner Teilnehmer-Bericht über eine Familienexkursion am Bochumer Tippelsberg. Mit wunderbaren Fotos. Gratulation - und vielen  Dank!

 

zum Bericht im Blog Ulrich Klös


Turmfalken in Bochum und Herne

Turmfalken Paarung Stefan SCHÜTTER

Südlich der Bochumer City, in Wiemelhausen, gelang dem Naturfotografen Stefan Schütter dieses herausragende Foto: Die Paarung von Turmfalken. So werden sich wohl bald junge Turmfalken einstellen.

 

Die Wiemelhauserin Vlatka Baumhauer beobachtet die Tiere seit Jahren aufmerksam: siehe ihre Bildbelege hier. Der Turm der Melanchthon-Kirche des Ortes ist ein beliebter Ansitz für Turmfalken, aber auch für Sperber und Wanderfalken. Die Turmfalken werden wohl auch in diesem Jahr wieder hier nisten.

 

Ähnlich erfreuliche Nachrichten erreichen uns zur Zeit auch aus andern Stadtteilen von Bochum und Herne.

 

Die Jagdreviere der Turmfalken befinden sich in einiger Entfernung im Außenbereich der Städte. Dort erbeuten sie auf Wiesen, in Parks und Auen Mäuse, kleinere Vögel, Eidechsen, Insekten und sogar Würmer. Ihre Jagdtechnik, sich rüttelnd in der Luft stehend über ihrer Beute zu orientieren, gibt ihnen ihren zweiten bekannten Namen: Rüttelfalke.

 

Bei der Förderung von Turmfalken tragen Kirchengemeinden eine besondere Verantwortung: Wenn Kirchtürme als Schutz vor Tauben verschlossen werden müssen, ist ein künstlicher Nistplatz Rettung für die Falken. Die Nisthilfen werden in der Regel gern angenommen.

 

Turmfalken Herne Turmfalken HER

 

Foto Turmfalken-Paarung in Bochum-Wiemelhausen: Stefan SCHÜTTER
Fotos unten, Turmfalken prüfen Nistplatz in Herne Mitte: Lena FILIPIAK

Feuersalamander-Epidemie

Feuersalamander
Foto Feuersalamander: Norbert Kilimann

Die Pilzerkrankung Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal, "Salamanderpest"), bedroht nun auch die heimische Population des Feuersalamanders. Die Art lebt recht verborgen und wird daher relativ selten gesichtet. Wenn sie uns begegenet, ist sie an der auffällig schwarz-gelben Musterung zu erkennen.

 

Feuersalamander leben in Laubwäldern mit Zugriff auf nahe gelegene Laichgewässer. Ein typischer Lebensraum ist etwa der Langeloh, ein NSG im Städtedreieck Bochum/ Herne/ Castrop-Rauxel. Aber auch naturnah gestaltete Parks und Friedhöfe bieten geeignete Habitate.

 

Die Erkrankung Bsal verläuft für Salamander immer tötlich. Wir befürchten, dass die Population in der Region zusammen bricht. Eine Gefahr für Menschen besteht jedoch nicht.

 

Das können wir tun:

 

Betreten Sie mögliche Laichgewässer wie Bachläufe und Stillgewässer bitte nicht: Sie könnten den Pilz mit dem Schuhwerk dort hineintragen. Für wissenschalftliche Untersuchungen wird die Kleidung zuvor stets aufwändig desinfiziert.

 

Sollten sie einen toten Feuersalamander auffinden, berühren sie ihn bitte nicht. Soweit es Ihnen möglich ist, erstellen Sie ein Foto und teilen Ihren Fund der zentralen Meldestelle bei der Universität Braunschweig mit:

 

Meldung per e-mail Uni Braunschweig

 

Weitere Informationen:

 

* Bezirksregierung Arnsberg

* Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz LANUV NRW

 


NRW-Stiftung fördert erneut und massiv

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung stellt der Biologischen Station für das Projekt „Wildnis für Kinder“ bis zu 255.000 Euro zur Verfügung. Das beschloss jetzt der Vorstand der NRW-Stiftung unter Vorsitz des ehemaligen Landtagspräsidenten Eckhard Uhlenberg. Der frühere Staatskanzleichef und Minister a.D. Franz-Josef Lersch-Mense überbrachte der Biologischen Station nun persönlich die schriftliche Förderzusage im Namen des Stiftungsvorstandes.

 

Seit 2010 betreibt die Biologische Station das Projekt "Wildnis für Kinder" in Herne und Bochum: Städtische Grünflächen im Umfeld von Wohnquartieren werden als Naturerfahrungsräume gesichert und sollen als Rückzugsorte für das selbstbestimmte Spiel dienen. Im Juli 2012 wurde mit Hilfe der NRW-Stiftung der erste offizielle Naturerlebnisraum in NRW in Herne-Mitte eröffnet, seitdem entstanden sechs weitere Wildnis-für-Kinder-Flächen in verschiedenen Bochumer und Herner Stadtteilen.

 

Nachdem beide Pilotprojekte zwischenzeitlich erfolgreich auf den Weg gebracht werden konnten, will die Biologische Station ihre Erfahrungen nun auch anderen Städten und Initiativen nahebringen: mit Aktionen für Kinder, Informationsveranstaltungen für Eltern, Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen, einer neu aufgelegten Beratungsmappe „Wildnis für Kinder“ und weiteren Beratungsangeboten. Vor allem sind Impulsveranstaltungen für Kinder auf den Wildnis-Flächen geplant. Zudem werden ehrenamtliche Patenschaften mit Anwohnern und Vereinen aus dem Umfeld der „Wildnisgebiete“ angestrebt.

 

Mit dem Zuschuss der NRW-Stiftung kann die Biologische Station nun einen großen Teil dieser anstehenden Maßnahmen angehen.

 

Unsere Fotogalerie (s.u.) zeigt die Übergabe der Förderzusage an Stations-Geschäftsführer Jürgen Heuser und Rolf Reinholz, den Vertreter der Mitgliederversammlung des Trägervereins der Biologischen Station. Auch ein Erkundungsgang über eine "Wildnis" wurde unternommen, - und: Er hat Spaß gemacht!

 

 

So schön wars beim Übergabe-Termin:


Turmfalken auf Zeche Hannover

Der Turmfalke und die Zeche Hannover, das ist ein Paar, das seit Jahrzehnten bestens zueinander passt.

 

Nun musste der angestammte Falkennistplatz am Malakowturm im Rahmen von Sanierungsarbeiten verschlossen werden. Selbstverständlich wurde für Ersatz gesorgt: Wenige Meter über dem alten Nistplatz brachten Jürgen Heuser von der Biologischen Station und Mitarbeiter einer vom LWL-Industriemuseum beauftragten Fachfirma nun einen speziellen Nistkasten an. „Ich möchte fast wetten, dass der Turmfalke hier bald wieder zu sehen und zu hören ist.“, zeigt sich der Zoologe zuversichtlich. Auch Dietmar Osses, Leiter des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover, hofft auf die Rückkehr der Greifvögel: „Die Turmfalken sind hier zu unseren Maskottchen geworden. Unsere Besucher lieben sie, und ganz nebenbei wird dadurch ein Zuviel an Tauben ferngehalten.“ Das wiederum ist ganz im Sinne der Gebäudeverwaltung.

 

30m hoch über Bochum mögen für Menschen Schwindel erregend sein, für Turmfalken ist es jedenfalls genau das Richtige.


V-Klasse zu Besuch

Eine Vorbereitungsklasse der Herner Schule am Hölkeskampring besuchte nun die Biologische Station. Die Jungen und Mädchen aus Rumänien und Bulgarien konnten bei einem Ton- und Bilderquiz die heimische Tierwelt des Balkans und Mitteleuropas wieder erkennen. Und erarbeiteten mit Stationsmitarbeiter Stefan Welzel zugleich die Namen der Arten in mehreren Sprachen. Dieses Lernen machte einfach Spaß.

 

Anschließend ging es raus in den BUND-Garten, wo Hiltrud Buddemeier die Gruppe in die phantastische Blütenwelt eines der schönsten Gärten des Ruhrgebietes führte. Sofort hatten sich die Jugendlichen in die Hühner und - etwas später - auch in die beiden frechen Dackel "verkuckt". Und vom Steg des Teiches wollten sie auch nicht mehr weichen: Es wurden jede Menge Rückenschwimmer, Libellenlarven und Molche gekeschert.

 

"Wir wollen unbedingt wieder kommen!", war der Wunsch der Schülerinnen und Schüler um Integrationslehrerin Susanne Brenner und Fachlehrer Michael Stürmer. Na dann: Herzlich willkommen!

 

 


Fassaden-Spechte

Specht baut Höhle an Fassade
Buntspecht an Fassadendämmung: Nicoley Eckmann

Buntspechte erstellen ihre Nisthöhlen bekanntlich selbst: Dazu meißeln sie Hohlräume in geschwächte bzw. abgestorbene Baumteile, also in weiches Material. Verlassene Spechthöhlen dienen später anderen Vorgelarten wie Meisen und Kleibern als Nistplatz. Als letzte Bewohner beziehen darin dann manchmal Fledermäuse Quartier.

 

Dass nicht nur Holz, sondern auch modere Baustoffe wie Wärmeverbundfassaden als Spechthöhlen-Standort ausgewählt werden können, erlebt nun Nicoley Eckmann von der Mikroskopischen Arbeitsgemeinschaft, an dessen Wanne-Eickeler Wohnung ein Buntspecht Quartier bezogen hat.

 

Was den Specht zunächst glücklich zu machen scheint, ist für die Eigentümer des Hauses leider ein profaner Bauschaden. Wie Spechte im Vorfeld von Fassaden abgewehrt werden können, ist nach wie vor unglöstes Thema bei Architeten und Vogelkundlern. Für Ideen und Anregungen ist die Biologische Station dankbar. Kontakt