Station 4 Nasswiesen-Brache

In unserer von Menschen geprägten Landschaft wird dort, wo der Boden fruchtbar und das Relief ausreichend flach ist, Ackerbau betrieben. Schlechtere Lagen waren und sind z.B. bewaldet oder in Weidenutzung. Unsere heutigen Nasswiesenbrachen sind Zeugen einer Beweidung in den für Ackerbau zu feuchten Bachauen.

 

Die Nutzung dieser Flächen wurde mit der Industrialisierung aufgegeben. Die einst nassen und nährstoffreichen Wiesen entwickelten nun eine ganz eigene Pflanzen- und Tierwelt.

 

Typisch und namensgebend ist hier das Echte Mädesüß: Die weißlich blühende Hochstaude ist im Sommer über die ganze Fläche verteilt. Botaniker sprechen dann von einer „Mädesüßflur“. Andere farbenfrohe Arten sind der Blutweiderich oder im Frühjahr die Sumpfdotterblume. Gemeinsam mit den Schmetterlingen, die von den Blüten magisch angezogen werden, prägen sie das bunte Bild der Nasswiesenbrache.