AG "Draußenkinder" tagt in Biologischer Station

AG Draußenkinder
Die Arbeitsgruppe mit einer Perspektiv-Tagung in der Biologischen Station

Die NRW-weit tätige Arbeitsgruppe „Draußenkinder“ will sich künftig nicht nur wissenschaftlich betätigen, sondern auch an die Öffentlichkeit treten. Ihr Anliegen soll so auch direkt in das Bewusstsein von Eltern, Erziehern, Politik und Verwaltung gelangen. In einer Perspektiv-Tagung definierte der interdisziplinär arbeitende Kreis von Wissenschaftlern nun seine Schwerpunkte: Weitere Lobbyarbeit und Veröffentlichungen kommen darin ebenso vor wie auch – neu – der Wille zu Kampagnen, die die Menschen direkt ansprechen.

 

Über allem aber steht das Draußen-Spiel von Kindern: „Kinder haben das Recht dazu, spielen zu dürfen, und zwar nicht nur in den vier Wänden der Wohnung, sondern auch draußen vor der Tür,“ ist Dr. Matthias Albrecht, ehemaliger Leiter der Kinderchirurgie im Klinkum Dortmund, überzeugt. Ein Nebeneffekt des Draußen-Spiels sei, dass Kinder dort soziale Kompetenz erlernen wie auch motorische Fähigkeiten.

 

Eine bundesweite Vorreiterin ist dabei die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet mit ihrem Projekt „Wildnis für Kinder“ in Herne und Bochum: Dort haben die beiden Kommunen Flächen für das freie Spielen in der Natur in unmittelbarerer Nähe der Wohnquartiere bereit gestellt, und das mitten in er Großstadt.

 

 

 


Turmfalken auf Zeche Hannover

Der Malakowturm von Zeche Hannover, Bochum

Der Turmfalke und die Zeche Hannover, das ist ein Paar, das seit Jahrzehnten bestens zueinander passt.

 

Nun musste der angestammte Falkennistplatz am Malakowturm im Rahmen von Sanierungsarbeiten verschlossen werden. Selbstverständlich wurde für Ersatz gesorgt: Wenige Meter über dem alten Nistplatz brachten Jürgen Heuser von der Biologischen Station und Mitarbeiter einer vom LWL-Industriemuseum beauftragten Fachfirma nun einen speziellen Nistkasten an. „Ich möchte fast wetten, dass der Turmfalke hier bald wieder zu sehen und zu hören ist.“, zeigt sich der Zoologe zuversichtlich. Auch Dietmar Osses, Leiter des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover, hofft auf die Rückkehr der Greifvögel: „Die Turmfalken sind hier zu unseren Maskottchen geworden. Unsere Besucher lieben sie, und ganz nebenbei wird dadurch ein Zuviel an Tauben ferngehalten.“ Das wiederum ist ganz im Sinne der Gebäudeverwaltung.

 

30m hoch über Bochum mögen für Menschen Schwindel erregend sein, für Turmfalken ist es jedenfalls genau das Richtige.


Die Wildnis ist spannend

Kinder im Wald

Durch dunkle Wälder ziehen, auch schon mal "blind" vertrauend, in Baumwipfeln sitzen. Allein, ja ganz allein durch fremde Pfade stapfen, - all das erlebten Kinder der Vinkestraße, des Juri-Gerus-Weges Herne-Mitte und der OGS Südschule auf der Wildnis für Kinder neben der Biologischen Station.

 

Die Wildnis-Flächen werden von den Jungen und Mächen normalerweise in Eigenregie ganz selbstbestimmt genutzt. Aber ab und zu gibt es doch einmal eine Impulsveranstaltung wie diese. Dabei wurde auch eine Bude gebaut, wurden geheime Zeichen aus Ton erstellt und an die Bäume geklebt. Ein Steil- und Rutsch-Hang gehören auch dazu.

 

Spaß hat es Euch und uns gemacht, liebe Kinder! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder.  ;-)



V-Klasse zu Besuch

Schüler auf Steg
Die Jungs + Mädchen der V-Klasse sind vom BUND-Garten begeistert.

Eine Vorbereitungsklasse der Herner Schule am Hölkeskampring besuchte nun die Biologische Station. Die Jungen und Mädchen aus Rumänien und Bulgarien konnten bei einem Ton- und Bilderquiz die heimische Tierwelt des Balkans und Mitteleuropas wieder erkennen. Und erarbeiteten mit Stationsmitarbeiter Stefan Welzel zugleich die Namen der Arten in mehreren Sprachen. Dieses Lernen machte einfach Spaß.

 

Anschließend ging es raus in den BUND-Garten, wo Hiltrud Buddemeier die Gruppe in die phantastische Blütenwelt eines der schönsten Gärten des Ruhrgebietes führte. Sofort hatten sich die Jugendlichen in die Hühner und - etwas später - auch in die beiden frechen Dackel "verkuckt". Und vom Steg des Teiches wollten sie auch nicht mehr weichen: Es wurden jede Menge Rückenschwimmer, Libellenlarven und Molche gekeschert.

 

"Wir wollen unbedingt wieder kommen!", war der Wunsch der Schülerinnen und Schüler um Integrationslehrerin Susanne Brenner und Fachlehrer Michael Stürmer. Na dann: Herzlich willkommen!

 


Fassaden-Spechte

Specht baut Höhle an Fassade
Foto Buntspecht an Fassade: Nicoley Eckmann

Buntspechte erstellen ihre Nisthöhlen bekanntlich selbst: Dazu meißeln sie Hohlräume in geschwächte bzw. abgestorbene Baumteile, also in weiches Material. Verlassene Spechthöhlen dienen später anderen Vorgelarten wie Meisen und Kleibern als Nistplatz. Als letzte Bewohner beziehen darin dann manchmal Fledermäuse Quartier.

 

Dass nicht nur Holz, sondern auch modere Baustoffe wie Wärmeverbundfassaden als Spechthöhlen-Standort ausgewählt werden können, erlebt nun Nicoley Eckmann von der Mikroskopischen Arbeitsgemeinschaft, an dessen Wanne-Eickeler Wohnung ein Buntspecht Quartier bezogen hat.

 

Was den Specht zunächst glücklich zu machen scheint, ist für die Eigentümer des Hauses leider ein profaner Bauschaden. Wie Spechte im Vorfeld von Fassaden abgewehrt werden können, ist nach wie vor unglöstes Thema bei Architeten und Vogelkundlern. Für Ideen und Anregungen ist die Biologische Station dankbar. Kontakt


"Herner Spatz": Preisverleihung 2017

Norbert Kilimann mit Steinkauz

Norbert Kilimann ist der Ehrenpeisträger des "Herner Spatzen" 2017.

 

Die Verleihung fand am Freitag, 12. Mai 2017 unter großer Beteiligung von Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft Hernes in der Biologischen Station statt. Ihnen allen gilt unser Dank für diese Wertschätzung!

 

Der Vorstandsvorsitzende der Biologischen Station Dr. Götz Loos begrüßte die Gäste. Geschäftsführer Jürgen Heuser blickte auf die Spatzen als Lebewesen und stellte den Preis "Herner Spatz" vor. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda hielt die Festrede, und der Prinzipal des Mondpalastes und Schirmherr des "Herner Spatzen", Christian Stratmann, ehrte schließlich den Preisträger mit einer Laudatio, in der er Norbert Kilimann als ein "Herner Urgestein" vorstellte.

 

Der Preisträger selbst bedankte sich froh und herzlich, stieß abschließend mit seinen Gästen mit einem Glas Apfelsaft von Herner Streuobstwiesen an.

Einfach lecker ...

 


25 Jahre Biologische Station Östliches Ruhrgebiet

 
Die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet und der NABU Herne feierten zusammen Jubiläum: 25 und 30 Jahre! Zum Familienfest kamen Hunderte Gäste und erfreuten sich bei schönstem Herbstwetter am bunten Programm, angeboten von 27 Anbietern.

Zu den Festrednern gehörten Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda (rechts im Bild), Bochums Bürgermeisterin Gabriela Schäfer, RVR-Vize Martin Tönnes (am Rednerpult) und Staatssekretär Peter Knitsch. Für den NABU NRW gratulierte Vorsitzender Josef Tumbrinck. Im laufe des Festaktes übergab Dr. Ingo Franke für den AKU Bochum den Aufnahmeantrag in den Trägerverein Biologische Station.

Für die Biologische Station selbst ehrte Mondpalast-Prinzipal Christian Stratmann die Sieger des Elfchen-Wettbewerbes, Fabio Buczyk und die 3A der Grundschule An der Flottmannstraße. Sie gewannen spezielle Sonderveranstaltungen im Tierpark Bochum und im LWL-Westf. Museum für Archäologie. Alle weiteren Elfchen-Sieger unter Download. In den nächsten Tagen werden die Elfchen auch nach und nach online gestellt. Kuckt einfach ab + zu mal rein ...

Die Biologische Station bot mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Dr. Götz Heinrich Loos eine Apfelsortenbestimmung an. Viele Bürger brachten ihre Früchte von zu Hause mit, und Loos definierte sie z.B. als Schöner von Nordhausen oder Geheimrat Dr. Oldenburg. Am Stand "All You Can Eat im Ruhrgebiet" - ein Titel mit Augenzwinkern - konnten die Besucher leckere Aufstriche aus wildwachsenden Brombeeren, Holunder und anderen verzehrbaren Pflanzen der Region kosten. Eine Anregung, den Wert von Natur wahrzunehmen.