Herne blüht auf

Blumen
Wildblumen: schön - und lebensnotwendig für Insekten. Kleine Hunde mögens auch ... ;-)

In Herne-Holthausen bei Familie Vieting hat die Natur einiges zu bieten: An beiden Giebeln lebt eine Spatzenkolonie, die auch nach dem Dachumbau dort ihren Platz findet: Die Herner Dachdeckerei Kortebusch richtete den Ortgang fachgerecht so ein, dass sich am Haus auch in diesem Frühjahr und Sommer über ein Dutzend (!) Sperlingsnester befindet. Zur großen Freude von Mensch und Tier.

 

Auch die Pflanzenwelt hat im Garten der Vietings eine Heimat. Dazu gehört das kleine neue Wildblumenbeet, das die Aktion "Herne blüht auf" schon einmal vorwegnimmt. Eine Wohltat nicht nur für das Auge, sondern auch für viele Insekten.

 

So hat Naturschutz auch in der Stadt eine Chance.


Feuersalamander-Epidemie

Feuersalamander
Foto Feuersalamander: Norbert Kilimann

Die Pilzerkrankung Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal, "Salamanderpest"), bedroht nun auch die heimische Population des Feuersalamanders. Die Art lebt recht verborgen und wird daher relativ selten gesichtet. Wenn sie uns begegenet, ist sie an der auffällig schwarz-gelben Musterung zu erkennen.

 

Feuersalamander leben in Laubwäldern mit Zugriff auf nahe gelegene Laichgewässer. Ein typischer Lebensraum ist etwa der Langeloh, ein NSG im Städtedreieck Bochum/ Herne/ Castrop-Rauxel. Aber auch naturnah gestaltete Parks und Friedhöfe bieten geeignete Habitate.

 

Die Erkrankung Bsal verläuft für Salamander immer tötlich. Wir befürchten, dass die Population in der Region zusammen bricht. Eine Gefahr für Menschen besteht jedoch nicht.

 

Das können wir tun:

 

Betreten Sie mögliche Laichgewässer wie Bachläufe und Stillgewässer bitte nicht: Sie könnten den Pilz mit dem Schuhwerk dort hineintragen. Für wissenschalftliche Untersuchungen wird die Kleidung zuvor stets aufwändig desinfiziert.

 

Sollten sie einen toten Feuersalamander auffinden, berühren sie ihn bitte nicht. Soweit es Ihnen möglich ist, erstellen Sie ein Foto und teilen Ihren Fund der zentralen Meldestelle bei der Universität Braunschweig mit:

 

Meldung per e-mail Uni Braunschweig

 

Weitere Informationen:

 

* Bezirksregierung Arnsberg

* Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz LANUV NRW

 


neu im Team: Johanna Mines

Johanna Mines Portrait

Wir freuen uns über Zuwachs im Team: Die Biologin Johanna Mines M.Sc. betreut das RVR-Kooperations-Projekt Zukunft und Heimat: Revierparks 2020. Sie wirkt speziell an der Konzeption umweltbildnerischer Angebote wie dem "Grünen Klassenzimmer" und dem "Natourparkours" im Revierparks Gysenberg in Herne mit. Dazu gehören auch Umweltveranstaltungen sowie die Vermittlung der Biodiversen Aufwertung.

 

So sollen die soziale, grüne Infrastruktur weiter entwickelt und die Menschen angesprochen werden. Auch benachteiligte gesellschaftliche Gruppen hat Frau Mines hier bewusst im Blick.

 

Zukunft und Heimat: Revierparks 2020 wird gefördert vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE, dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW und dem Regionalverband Ruhr.

 

Johanna Mines ist aus dem fernen Ostwestfalen zu uns gekommen. Das Ruhrgebiet ist für sie also noch Terra incognita, die entdeckt werden möchte. Aber völlig neu ist sie hier nicht: Immerhin lebten die Urgroßeltern in Essen.

 

Es bleibt also spannend. Auch Dir ein herzliches Willkommen, liebe Johanna!

 

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neu im Team: Barbara Pflips

Barbara Pflips Portrait

Unsere neue Mitarbeiterin Dipl.-Ing. Barbara Pflips ist beinahe zu beneiden. Ihre schöne Aufgabe: Die Flächen im Projekt Wildnis für Kinder mit Leben zu füllen. Kontakte zu allen Akteuren, Nachbarn, Behörden gehören dazu, aber vor allem natürlich zu den Kindern in den jeweiligen Wohnquartieren. Darauf freut sich die Landschaftplanerin und Mutter von zwei Kindern zu recht sehr.

 

Möglich macht das das Ganze die Nordrhein-Westfalen-Stiftung: Sie stellt der Biologischen Station die finanziellen Mittel für das Projekt „Wildnis für Kinder“ zur Verfügung. Mit dem Zuschuss der Stiftung kann die Biologische Station nun einen großen Teil der anstehenden Maßnahmen angehen. Vielen Dank, Nordrhein-Westfalen-Stiftung!

 

Barbara Pflips ist übrigens ein echtes "Kind des Ruhrgebiets" aus Oberhausen. Aber sie lebte auch schon fünf Jahre in Paris. Sie kennt also und liebt den Ballungsraum und seine Menschen. Sie mag zudem Bewegung an der frischen Luft, Joggen, Radfahren, Yoga, aber auch Theater und Tanz.

 

Na dann: Herzlich willkommen, liebe Barbara!

 

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Warnung vor Eichenprozessionsspinner

Es wurden auch im Bereich des Ruhrgebietes die Larven des Eichenprozessionsspinners gesichtet.

 

Diese Art kann durch ihre herumfliegenden Brennhaare unangenehme Hautreizungen und -irritationen hervorrufen.

Seien sie vor allem in der Nähe von Eichen oder Hainbuchen besonders aufmerksam, bedecken Sie im Wald Ihre Haut und meiden Sie in diesen Frühsommertagen notfalls solches Gelände.

 

Vor allem: Berühren Sie bitte nicht die Gespinste an den Bäumen. Informieren Sie Ihre Familile, Freunde und Bekannte: Aufeinander zu achten ist immer hilfreich.


NRW-Stiftung fördert erneut und massiv

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung stellt der Biologischen Station für das Projekt „Wildnis für Kinder“ bis zu 255.000 Euro zur Verfügung. Das beschloss jetzt der Vorstand der NRW-Stiftung unter Vorsitz des ehemaligen Landtagspräsidenten Eckhard Uhlenberg. Der frühere Staatskanzleichef und Minister a.D. Franz-Josef Lersch-Mense überbrachte der Biologischen Station nun persönlich die schriftliche Förderzusage im Namen des Stiftungsvorstandes.

 

Seit 2010 betreibt die Biologische Station das Projekt "Wildnis für Kinder" in Herne und Bochum: Städtische Grünflächen im Umfeld von Wohnquartieren werden als Naturerfahrungsräume gesichert und sollen als Rückzugsorte für das selbstbestimmte Spiel dienen. Im Juli 2012 wurde mit Hilfe der NRW-Stiftung der erste offizielle Naturerlebnisraum in NRW in Herne-Mitte eröffnet, seitdem entstanden sechs weitere Wildnis-für-Kinder-Flächen in verschiedenen Bochumer und Herner Stadtteilen.

 

Nachdem beide Pilotprojekte zwischenzeitlich erfolgreich auf den Weg gebracht werden konnten, will die Biologische Station ihre Erfahrungen nun auch anderen Städten und Initiativen nahebringen: mit Aktionen für Kinder, Informationsveranstaltungen für Eltern, Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen, einer neu aufgelegten Beratungsmappe „Wildnis für Kinder“ und weiteren Beratungsangeboten. Vor allem sind Impulsveranstaltungen für Kinder auf den Wildnis-Flächen geplant. Zudem werden ehrenamtliche Patenschaften mit Anwohnern und Vereinen aus dem Umfeld der „Wildnisgebiete“ angestrebt.

 

Mit dem Zuschuss der NRW-Stiftung kann die Biologische Station nun einen großen Teil dieser anstehenden Maßnahmen angehen.

 

Unsere Fotogalerie (s.u.) zeigt die Übergabe der Förderzusage an Stations-Geschäftsführer Jürgen Heuser und Rolf Reinholz, den Vertreter der Mitgliederversammlung des Trägervereins der Biologischen Station. Auch ein Erkundungsgang über eine "Wildnis" wurde unternommen, - und: Er hat Spaß gemacht!

 

 

So schön wars beim Übergabe-Termin:


Turmfalken auf Zeche Hannover

Der Turmfalke und die Zeche Hannover, das ist ein Paar, das seit Jahrzehnten bestens zueinander passt.

 

Nun musste der angestammte Falkennistplatz am Malakowturm im Rahmen von Sanierungsarbeiten verschlossen werden. Selbstverständlich wurde für Ersatz gesorgt: Wenige Meter über dem alten Nistplatz brachten Jürgen Heuser von der Biologischen Station und Mitarbeiter einer vom LWL-Industriemuseum beauftragten Fachfirma nun einen speziellen Nistkasten an. „Ich möchte fast wetten, dass der Turmfalke hier bald wieder zu sehen und zu hören ist.“, zeigt sich der Zoologe zuversichtlich. Auch Dietmar Osses, Leiter des LWL-Industriemuseums Zeche Hannover, hofft auf die Rückkehr der Greifvögel: „Die Turmfalken sind hier zu unseren Maskottchen geworden. Unsere Besucher lieben sie, und ganz nebenbei wird dadurch ein Zuviel an Tauben ferngehalten.“ Das wiederum ist ganz im Sinne der Gebäudeverwaltung.

 

30m hoch über Bochum mögen für Menschen Schwindel erregend sein, für Turmfalken ist es jedenfalls genau das Richtige.


V-Klasse zu Besuch

Eine Vorbereitungsklasse der Herner Schule am Hölkeskampring besuchte nun die Biologische Station. Die Jungen und Mädchen aus Rumänien und Bulgarien konnten bei einem Ton- und Bilderquiz die heimische Tierwelt des Balkans und Mitteleuropas wieder erkennen. Und erarbeiteten mit Stationsmitarbeiter Stefan Welzel zugleich die Namen der Arten in mehreren Sprachen. Dieses Lernen machte einfach Spaß.

 

Anschließend ging es raus in den BUND-Garten, wo Hiltrud Buddemeier die Gruppe in die phantastische Blütenwelt eines der schönsten Gärten des Ruhrgebietes führte. Sofort hatten sich die Jugendlichen in die Hühner und - etwas später - auch in die beiden frechen Dackel "verkuckt". Und vom Steg des Teiches wollten sie auch nicht mehr weichen: Es wurden jede Menge Rückenschwimmer, Libellenlarven und Molche gekeschert.

 

"Wir wollen unbedingt wieder kommen!", war der Wunsch der Schülerinnen und Schüler um Integrationslehrerin Susanne Brenner und Fachlehrer Michael Stürmer. Na dann: Herzlich willkommen!

 

 


Fassaden-Spechte

Specht baut Höhle an Fassade
Buntspecht an Fassadendämmung: Nicoley Eckmann

Buntspechte erstellen ihre Nisthöhlen bekanntlich selbst: Dazu meißeln sie Hohlräume in geschwächte bzw. abgestorbene Baumteile, also in weiches Material. Verlassene Spechthöhlen dienen später anderen Vorgelarten wie Meisen und Kleibern als Nistplatz. Als letzte Bewohner beziehen darin dann manchmal Fledermäuse Quartier.

 

Dass nicht nur Holz, sondern auch modere Baustoffe wie Wärmeverbundfassaden als Spechthöhlen-Standort ausgewählt werden können, erlebt nun Nicoley Eckmann von der Mikroskopischen Arbeitsgemeinschaft, an dessen Wanne-Eickeler Wohnung ein Buntspecht Quartier bezogen hat.

 

Was den Specht zunächst glücklich zu machen scheint, ist für die Eigentümer des Hauses leider ein profaner Bauschaden. Wie Spechte im Vorfeld von Fassaden abgewehrt werden können, ist nach wie vor unglöstes Thema bei Architeten und Vogelkundlern. Für Ideen und Anregungen ist die Biologische Station dankbar. Kontakt