Station 1 Stembergteiche

Die Teiche wurden in den 1970er Jahren als Teil eines geplanten, aber nie realisierten, Freizeitparks angelegt. Sie haben heute große Bedeutung als Lebensraum für Wasserorganismen: Weite Bereiche der Uferzone des oberen Teiches bestehen aus Schilfröhricht, einer in Bochum seltenen Vegetationsform.

 

Beide Gewässer bieten Lebensraum für Wasservögel: Etwa für Stockente und Blässhuhn (korrekt eigentlich „Blässralle“) wie auch für die nicht heimische Kanadagans, einen „Zooflüchtling“, der sich seit einigen Jahren stark ausbreitet.

 

Kröten, Frösche und Molche verbringen nur wenige Wochen des Jahres in den Teichen: In feucht-warmen Nächten des Frühlings verlassen sie ihre umliegenden Winterquartiere und wandern zur Paarung zu den Laichgewässern. Damit sie bei der Querung der Stembergstraße nicht überfahren werden, installiert die Stadt Bochum dann Krötenzäune am Straßenrand. Die Amphibien fallen in Sammelbehälter und werden von Hand zum Laichgewässer getragen.

 

Die Fütterung der Wasservögel ist nicht im Sinne des Naturschutzes: Brotreste und eine zu großen Vogelschar verschlechtern die Wasserqualität. Die Lebewelt der Teiche leidet darunter.

 

Deshalb unsere freundliche, doch eindringliche Bitte:

Verzichte auf das Fütteren der Enten und Gänse. Vielen Dank!

 

Foto Erdkröten: Norbert Kilimann.
Foto Stockenten: Andreas Welzel